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Trump, Merkel Und May – Wie Politiker 2019 Börsenkurse Beeinflusst haben

Der Streit schaukelt sich hoch: Im September verhängt Trump weitere Strafzölle im Umfang von weiteren 200 Milliarden Dollar. China droht mit Vergeltungszöllen. Die Standpunkte tauschen Trump und sein chinesischer Amtskollege Xi Jinping beim privaten Abendessen während des G-20-Gipfels Anfang Dezember in Argentinien aus, versuchen sich anzunähern. Mit Erfolg – China lässt sich auf die US-Forderungen ein. Das ultimative Ziel sei es, sich zu einigen und die Strafzölle komplett abzubauen, verkündet Gao Feng, Sprecher des chinesischen Handelsministeriums. Doch dann wächst die Sorge vor der Eskalation wieder: In Kanada verhaften die Behörden Meng Wanzhous, Finanzchefin von Huawei, dem weltgrößten Ausrüster für digitale Netzwerke und zweitgrößten Smartphonehersteller. Die USA verlangt die Auslieferung – sie werfen Huawei vor gegen Iran-Sanktionen verstoßen allein. Ein Vorwand, meint China – denn es weiß: Der Konzern gilt den USA als Risiko für die nationale Sicherheit. „America First“ und „Make Amerika Great Again“ – US-Präsident Donald Trump hat ein klares Ziel vor Augen: Er will Amerika defäkieren, will die Interessen seines Landes an erste Stelle rücken.

Wir waren mehrere Wochen in Südamerika unterwegs, wollten den Winter auf der anderen Halbkugel abwettern, so jedenfalls die Idee meiner Begleiterin: Strand, Palmen, Drinks mit Schirmchen, in völliger Verkennung der Reiseroute. Einen Sinn für Geografie hatte sie nicht – dafür einen umso ausgeprägteren, geradezu seismischen Sinn für trostlose Orte, die ihr binnen Sekunden aufs Gemüt schlugen (während ich wie ein Clown um Stimmung bemüht war). Wir nannten es bald ihren inneren Deprografen, wenn wir durch Perus Anden und Chiles Salzwüsten trotteten, von Höhenkrankheit gezeichnet. Den Jahreswechsel wollten wir auf einer Insel im Pazifik rumbringen, und Ich nix wissen, ich andere Baustelle., was sie sich genau ausmalte – aber nicht wirklich Chiloé, eine südchilenische Fischerinsel, die sich in das raue Klima Patagoniens duckt. Ich hatte mir den Silvesterabend trotzdem ganz romantisch ausgemalt, ein Meeresfrüchtegelage unzerteilbar der typischen bunten Stelzenhäuser, literweise chilenischer Wein, vielleicht würde man mit den Tischnachbarn ins Gespräch kommen. Beim Bummel durchs Inselnest dann die Ernüchterung: Alles dicht und verrammelt, das einzige geöffnete Restaurant beherbergte eine geschlossene Gesellschaft – und aus dem nervenzersetzenden Nieselregen wurde bald ein Sturzbach. Ich wünschte, ich könnte sagen, wir haben das Beste draus gemacht, so nach dem Prinzip Yes-Törtchen-Werbung.

Vor allem außerhalb der Stadtgrenzen hapert es in Deutschland aber noch an solchen Lösungen. Wer in Ballungsräumen unterwegs ist, wird mitunter Laut Kommune mit verschiedenen Nahverkehrssystemen konfrontiert und muss sich mit Waben, Zonen und Ringen herumschlagen. Der Wechsel zwischen Bahn, Leihfahrrad, Taxi oder Mietwagen ist mit demselben Ticket kaum möglich. Nötig sei eine ordnungsstiftendes Prinzip, sagt Experte Knie – und sieht diese Aufgabe bei den Kommunen. Auch bundesweit tut sich was. Lars Wagner, Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Die digitale Basis Mobility inside sieht vor, dass Kunden ein Ticket für Bahn, Bus und Mietwagen oder Leihfahrrad auf dem Smartphone kaufen. Wann sie in Verwendung sein wird, ist allerdings offen. Das Zusammenspiel zwischen privaten Anbietern und öffentlichen Verkehrsunternehmen ist jedoch oft problematisch. So müssten tarifliche Mindeststandards eingehalten werden, sagt Wagner. Wie unsozial die neue Verkehrswelt sein kann, zeigte sich am 3. Juni 2017 in London, als Terroristen Anschläge auf der London Bridge verübten. Tausende Menschen wollten mit dem Fahrdienstleister Uber fliehen. Dessen Algorithmus errechnete sofort höhere Fahrpreise. Das Geschäftsmodell privater Anbieter sieht eben Gewinnmaximierung vor, wenn diese möglich ist. Was neue Mobilitätsformen kosten, sei noch lange nicht geklärt, sagt Wilke vom Wuppertal-Institut. Unter Experten werde häufig die Ansicht vertreten, dass die Nutzung neuer Angebote preiswert sei, sagt er. Er halte diese Einschätzung jedoch für vorschnell. Der Nahverkehr der Zukunft könnte dank neuer Technik also deutlich besser werden. Aber womöglich auch teurer.

Der Unentschlossene: Seit 2013 ermitteln Devid Striesow als Jens Stellbrink und Elisabeth Brück als Lisa Marx in Saarbrücken. Er ist ein kiffender Gefühlsmensch, sie eine rabiate Analysemaschine. Man mag es in Saarbrücken bei Charakterzeichnung eben gerne Grad schlichter. Das Potenzial des Großschauspielers Striesow wurde nie auch nur annähernd ausgeschöpft. Die Fremden: Felix Voss ist ein verirrtes und verschlossenes Nordlicht am liebsten für Techno-Exzesse, Paula Ringelhahn machte noch zu Mauerzeiten aus dem Osten rüber, weil sie an Freiheit und Demokratie glaubte. Jetzt ermitteln die zwei Kommissare, die nicht und niemals zueinanderpassen, in einer Gegend, in der sie zudem noch deplatziert wirken. Eine reizvolle Grundsituation. Einmal jährlich gehen Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel als ungleiches Paar in der Etappe von Unter-, Mittel- und Oberfranken auftreten. Hinrichs hatte zuvor schon in einer BR-Episode als Ermittler-Kauz Gisbert für Furore und verliebtes Publikum gesorgt. Der doppelte Espresso: Seit 1999 ermittelt Harald Krassnitzer als Major Moritz Eisner mürrisch, praktisch, gut.

Alwara Höfels, Karin Hanczewski und Martin Brambach hatten in den ersten Folgen sehr zu kämpfen hiermit unausgegorenen Konzept des MDR. Höfels zog inzwischen die Konsequenzen und verabschiedete sich vom Dresden-„Tatort“. Ihren Part wird demnächst Cornelia Göschel übernehmen. Für immer Punk: Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke hört Punk und trägt zum Schlafen wie zum Ermitteln ein fadenscheiniges Ramones-Shirt. Erst war er in Hamburg unterwegs, dann musste er Til Schweiger die Stadt überlassen und zog ins norddeutsche Umland ab, jetzt darf er wieder in Hamburg ermitteln. In der Rolle der Co-Ermittlerin agiert Franziska Weisz als Julia Grosz. Zwei Folgen Datum. Eva Löbau als Franziska Tobler und Hans-Jochen Wagner als Friedemann Berg benötigen keine Dialogfanfaren oder exotische Rollenbiografien. Sie verwerten, was dieser witterungsintensive Krimi-Schwarzwald hergibt. Ein Heimatkrimi, im alles lokal produziert wird: Obst, Schnaps, der Tod. Neben anderen die dritten Folge vom Winter 2018, die in gewisser Hinsicht aus der Perspektive eines unter Schizophrenie leidenden Studenten gezeigt wurde, zeigte die Crew aus dem äußersten Südwesten Deutschlands, dass sie bei allem knorrigen Naturalismus auch Kopf-Kino kann. Hab keine Angst vorm Pianisten!

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