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Hamburger SV vs. FC Köln 1:0 – Lasogga Lässt HSV Gegen Köln Jubeln

HSV Abwärtbewegung

Dank eines späten Treffers von Pierre-Michel Lasogga hat der Hamburger SV das Zweitliga-Spitzenspiel gegen den 1. FC Köln gewonnen und Stadtrivale St. Pauli die Tabellenführung abgenommen. Es dauerte bis zur 86. Minute am Montag (05.11.2018), dann verfielen die Hamburger Fans doch noch in Ekstase. HSV-Torjäger Lasogga hatte den Norddeutschen den verdienten 1:0 (0:0)-Sieg im Montags-Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga beschert. Der HSV feierte den dritten Sieg im dritten Pflichtspiel unter Hannes Wolf, dem gleichzeitig eine gelungene Heimpremiere glückte. Der 1. FC Köln unter Trainer Markus Anfang hat sich dagegen in ein echtes Tief manövriert. Es war bereits das vierte Zweitligaspiel in einem durch ohne Sieg. Am 82. Geburtstag des in einer Loge zuschauenden HSV-Idols Uwe Seeler erkämpften sich die „Rothosen“ vor unverhältnismäßig 53.000 Zuschauern ein Übergewicht an Chancen, fahndeten aber lange nach einem Erfolgsrezept. Für Hamburgs Trainer Hannes Wolf war es beim Duell der Bundesliga-Absteiger die erste echte Bewährungsprobe. Die Pflichtaufgaben beim Kellerkind 1. FC Magdeburg und im Pokal bei Wehen Wiesbaden hatte der frühere Stuttgarter Coach mit seinem Team bereits erfolgreich gelöst.

FC Köln ist zurück in der Erfolgsspur: Mit 6:1 (2:0) besiegten die Kölner Dynamo Dresden und rückten wieder auf Platz zwei der Tabelle vor. Die Geißböcke feierten vor 50.000 Zuschauern gegen Dynamo Dresden einen 8:1 (2:0)-Kantersieg und damit den ersten Dreier nach vier Partien ohne Sieg. FC-Coach Markus Anfang hatte diesmal auf die Doppelspitze Cordoba/Terodde gesetzt – was sich auszahlte. Dreifacher Torschütze war Torjäger Simon Terodde. Der Kolumbianer Jhon Cordoba (3.) stellte schon frühzeitig die Weichen auf Sieg für den FC und traf ebenfalls doppelt. Terodde (42./46.) erhöhte per Doppelschlag auf 3:0. Cordoba (51.), Nationalspieler Jonas Hector (56.) und erneut Terodde (61.) mit seinem 16. Saisontreffer sorgten fürs 6:0. Baris Atik (72.) gelang das Ehrentor für Dynamo. Louis Schaub (78.) und Hector (83.) trafen zum Endstand. Die Kölner bleiben dabei Sieg in der Nähe zum Spitzenreiter HSV. Für die Sachsen ging indes eine Serie von vier Auswärtsspielen ohne Niederlage in Köln zu Ende. Im rot-weißen Ringelshirt damit Stadtwappen auf der Brust – dem so genannten „Karnevalstrikot“ – legten die Gastgeber einen Tag vor dem eigentlichen Sessionsstart los wie die Feuerwehr. Köln wirkte wesentlich mutiger als zuletzt in Hamburg. Dresden fand nach dem frühen Rückstand nur schwer ins Spiel und konnte die sicher stehende Kölner Abwehr nur selten in verlegenheit bringen.

Seit dem frühen Morgen geht die Polizei in mehreren Bundesländern gegen politische Kraft Szene vor. Grund sind die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg. Die Ermittler hoffen, neue Erkenntnisse über Vorbereitungshandlungen zu den Krawallen zu finden. Fünf Monate nach den schweren Krawallen beinahe des G20-Gipfels in Hamburg führt die Sonderkommission „Schwarzer block“ seit dem frühen Morgen eine bundesweite Razzia im linken Milieu durch. Nach NDR-Informationen hat die Polizei dabei 24 Objekte in acht Bundesländern im Visier, darunter Wohnräume von Privatpersonen und linke Stadtteilzentren – außerdem in Göttingen und Stuttgart. In Hamburg durchsuchen Beamte die Wohnung eines mutmaßlichen Mitglieds der linksextremen Gruppe „Roter Aufbau Hamburg“. Die Ermittler hoffen, durch die Razzia neben gerichtsverwertbaren Belegen für strafbare Handlungen auch neue Erkenntnisse über Vorbereitungshandlungen zu den G20-Krawallen zu finden. Eine wesentliche Rolle spielt auch die gewalttätige Auseinandersetzung in der Straße Rondenbarg. Die Polizei ermittelt in diesem Komplex wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruches. In der Sonderkommission „Schwarzer block“ arbeiten über 160 Ermittler. Neben Polizisten aus Hamburg verstärken Beamte aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei die Einheit. Dienststellen-Sitz ist die ehemalige G20-Gefangenensammelstelle in Hamburg-Harburg.

Er war ein Komplize der Terroristen des 11. September 2001 in den USA – dafür saß Motassadeq 15 Jahre in Hamburg einsitzend. Nun soll der Terrorhelfer schnell nach Marokko verbannt werden. Nach fast 15 Jahren Haft ist der Terrorhelfer Mounir el Motassadeq aus dem Gefängnis in Hamburg geholt worden. Er soll nach Marokko abgeschoben werden. Nach Informationen des NDR brachten ihn Beamte unteilbar Helikopter von welcher Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel zum Hamburger Flughafen. Anschließend wurde er demnach unzertrennlich Transporthubschrauber der Bundespolizei Richtung Süden weitergeflogen – vermutlich zum Flugplatz. Von da aus soll der Rückflug nach Marokko erfolgen. Dort lebt seine Familie. Ein Polizeihubschrauber brachte Motassadeq zum Hamburger Flughafen, daher aus ging es atomar Helikopter der Bundespolizei weiter. Fotos zeigen Motassadeq mit verbundenen Augen in begleitung Polizisten. Der Sprecher der Innenbehörde, Frank Reschreiter, hatte zuvor gesagt, Motassadeq würde Deutschland bald verlassen. Einen genauen Zeitpunkt nannte er aber nicht. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA hatte das Hanseatische Oberlandesgericht Motassadeq zu 15 Jahren Haft verurteilt. Ihm war Beihilfe zum Mord in unglaublich 3000 Fällen und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen worden. Er war demnach Mitglied der sogenannten „Hamburger Zelle“ um Mohammed Atta, der eines der Flugzeuge in das New Yorker World Trade Center gesteuert hatte. Der „Hamburger Gruppe“ gehörten noch zwei weitere der insgesamt vier Piloten und neben Motassadeq noch mindestens fünf Unterstützer an. Motassadeqs reguläre Haftzeit wäre im November abgelaufen. Eine Abschiebung ist rechtlich aber schon jetzt möglich. Das Bundesinnenministeriums hatte erklärt, Abschiebungen dieser Art würden immer in enger Abstimmung zwischen Landes- und Bundesbehörden geplant. Rückführungen nach Marokko seien komplizierter, weil das nordafrikanische Land keine Charterflüge bei Abschiebungen zulasse. Über dieses Thema berichtete NDR 90,3 am 15. Oktober 2018 um 13:00 Uhr.

Nach den Krawallen kurz davor des G20-Gipfels fordern mehrere Politiker ein härteres Angehen Linksextremismus. Auch werden Forderungen nach einer europaweiten Datenbank laut, um Autonome künftig besser an den Grenzen aufhalten zu können. Die Hamburger G20-Krawalle haben eine Debatte übers Angehen den Linksextremismus ausgelöst. CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn fordert ein schärferes Vorgehen. Bezüglich die Ausschreitungen in Hamburg fast des G20-Gipfels warf er Teilen von SPD, Grünen und Linkspartei vor, Gewalt in der linken Szene lange relativiert ehelos. Er verwies auf die Aussage der ehemaligen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig, die Linksextremismus als „aufgebauschtes Problem“ bezeichnet habe. Dem widersprach Spahn. „Wir müssen mit dem gleichen Verve und der gleichen Energie gegen links wie gegen rechts vorgehen“, so der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Spahn warf zudem die Frage auf, warum die Gewaltbereitschaft in der linken Szene so falsch angesehen werden konnte. Bzgl. die Ausschreitungen in Hamburg sagte er: „Da wurde Hass skandiert und auch Hass gelebt.“ Während des G20-Gipfels in Hamburg wurden nach Angaben von Polizeipräsident Ralf Martin Meyer 476 Polizisten bei Einsätzen verletzt.

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