Hamburg Aktuell

Hamburg ist auch ohne Olympia cool

Ihr erinnert euch vielleicht: Im Herbst 2015 entschieden die Hamburger in einer Volksabstimmung darüber, ob die Stadt sich für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben soll. Im gleichen Zug durften die Bewohner der Stadt Kiel entscheiden, ob sie einer Austragung der Wassersportarten in ihrer Stadt zustimmen.

Im Vorwege machte der erste Bürgermeister Olaf Scholz viel Werbung für das Projekt. Doch schlussendlich sprachen sich 51,6 Prozent der Wahlteilnehmer gegen eine Bewerbung bei den Olympischen Spielen aus. 48,4 Prozent waren dafür. Ein knappes aber eindeutiges Ergebnis. Bemerkenswert ist, dass besonders die Bewohner der Stadtteile, die von den Auswirkungen – positiv wie negativ – betroffen gewesen wären, tendenziell eher dagegen gestimmt haben.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes bezeichnete dieses Ergebnis als herben Rückschlag und Schlappe, während die Gegner von Olympia diesen Wahlausgang feierten. Auch der erste Bürgermeister Olaf Scholz war nicht glücklich mit diesem Ergebnis, er sah es als große Chance für Stadt und Region.

Und so wurde Olympia in Hamburg auch angepriesen. Es sollte nicht nur Prestige sondern auch viel Geld in die Stadt bringen. Die Gegner von Olympia wiederum propagierten das Gegenteil. Sie sprachen davon, dass Hamburg später auf großen Schulden, entstanden auch aus Sekundärkosten, sitzenbleiben würde. Dazu kämen neugebaute Sportstätten, die nie wieder verwendet würden. Und so setzten sich die Gegner, bzw. die Personen, die mit „nein“ gestimmt haben, deutlich durch.

Doch sogar Olaf Scholz würde uns sicher zustimmen, wenn wir behaupten, dass Hamburg trotzdem cool ist.

Hamburger Michel

Vermutlich die bekannteste Kirche Hamburgs und nachgewiesenermaßen der bedeutendste Sakralbau Norddeutschlands. Mittlerweile über 350 Jahre alt ist diese evangelische Kirche ein echter Hingucker und ein wahres Muss für Touristen, die etwas von Hamburg sehen wollen. Zu Gute kommt dem Michel auch, dass er im zweiten Weltkrieg verhältnismäßig wenig beschädigt wurde und bereits in den 1950er Jahren wieder komplett aufgebaut war.

Szeneviertel Schanze

Der Stadtteil Hamburg Sternschanze – oder kurz „Schanze – ist ein angesagtes, alternatives Viertel, das eine lange und bewegte Geschichte hinter sich hat. Angefangen hat der Stadtteil mal als Verteidigungsanlage. Daher rührt auch der Name. Denn die Sternschanze war ein sternförmig angeordnetes Bollwerk das Feinde davon abhalten sollte, die Stadt zu stürmen. Als im Zuge der Industrialisierung Hamburg der Platz ausging und klassische Festungsanlagen immer unmodischer wurden, musste die Schanze diversen Fabriken weichen. Doch auch diese kamen und gingen mit dem wirtschaftlichen Wandel und so erlangte das Viertel bald Beliebtheit bei Studenten, die in die leerstehenden Gebäude zogen und den günstigen Wohnraum zu schätzen wussten. Durch verschiedene Maßnahmen entstand mit der Zeit ein ganz besonderer multi-kulti-Stadtteil, der aufgrund vieler alternativer Läden und Projekten immer zu einem Besuch einlädt. Hier kann jeder etwas Schönes für sich finden.

Wenn euch das noch nicht überzeugt, hat Hamburg noch viel mehr im Angebot. Doch davon erzählen wir euch ein anderes Mal.

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